Fotografieren bei schlechtem Wetter

Servus liebe Freundinnen und Freunde von skymountain.de,

schaut man in den letzten Tagen aus dem Fenster, dann schlägt das Fotografenherz nicht gerade im hohen Pulsbereich. Viel mehr träumt es von den warmen inspirierenden Sonnenstrahlen am Morgen, die für das erste schöne Licht sorgen.

Das Wetter zeigt sich von einer kalten, nassen und nebligen Seite. Nicht gerade abwechlungsreich und doch kann genau dieses trübsinnige Trauerspiel für ein hohes Maß an Kreativität und Abwechslung sorgen. Immerhin ist es nicht ganz einfach Nebel so zu nutzen, dass das Foto ansprechend wirkt, denn es sind nur wenige Kontraste vorhanden.

Anders schaut es beim Thema Wildtiere aus. Gestern war ich in einem Schutzgebiet und konnte, gerade wegen des vorherrschenden Nieselregens, viel mehr Wildvögel vor die Linse bekommen als an schönen warmen Tagen. Sicherlich gelingen die Fotos nur mit gewissen Abstrichen, den die Bildqualität reduziert sich durch den sehr hohen ISO-Wert, der eingesetzt werden muss, um die lange Brennweite nicht all zu sehr zu verwackeln. Der Einsatz eines Stativs kann unterstützend sein, nur dann dürfte sich das Federvieh absolut nicht bewegen, was wegen des Regens eher weniger der Fall ist. Denn das nasse Gefieder muss regelmässig trocken geschüttelt werden. Die hohe Luchtfeuchtigkeit sorgt in Form von Nebel für geringe Kontraste, die vor Allem in der Entfernung für einen starken Kontrastverlust sorgen. Wenig Kontraste bedeutet gleichzeitig auch weniger Schärfe, alles wirkt mehr oder weniger flau. Es muss also hinterher stärker manipuliert werden als bei guten Lichtverhältnissen.

Nichts desto trotz, sorgt dieses Wetter für eine gewisse Lethargie, die dazu führt, dass die Tiere eher gemütlich sind und die Fluchtdistanz deutlich verkleinert ist. Es ist also genau die Stimmung, die auch bei uns ebenfalls vorherrscht. Des Weiteren kommen auch solche Tiere zum Vorschein, die auf Grund der dunkleren Tage, zeitiger aus Ihren Verstecken hervorkommen, als an warmen, sonnigen Tagen. So sind bei diesem Wetter mehr Rehe und Hasen über den ganzen zu sichten, die ansonsten nur in den frühen Morgen oder späten Abendstunden unterwegs sind. Dieses Wissen sollte, einen also motivieren, dass wir Fotografen, bei jedem Wetter ein Thema zum ausüben unseres Hobbies haben.

Schwan im Regen

Also nicht Trübsal blasen und sondern rausgehen. Man kann nie wissen was man vor die Linse bekommt, wenn man nicht dafür sorgt etwas vor die Linse zu bekommen! :o)

Gruß

Bernd