Meine Neue :P

Nach all den Jahren mit meiner Alten, mit der ich regelmässig unterwegs war, war ich das ständige Rumgezicke leid.

Ständig kam es zu Streitereien, so dass ich am Ende sagte, die Alte muss weg.

Was waren die Beziehungsprobleme?

Nun ja, wie es so in einer guten Beziehung so ist, erwartet man schon, ein gewisses Grundverständnis. Dieses sollte darin basieren, dass wenn ich etwas erwarte dies auf Dauer auch erfüllt wird. Werden bestimmte Erwartungen und Wünsche halt nicht erfüllt, dann müssen sich die Wege eben trennen. Egal was man gemeinsam über die letzten Jahre so erlebt hat.

 

Wenn ich eine Idee hatte und diese umsetzen wollte, dann passierte es oft, dass ihr einfach nicht danach war, richtig zu arbeiten. Ihre Akkus waren trotz frisch vom Netzteil genommen, teilweise nach nur wenigen Minuten leer. Eine ganze Nacht hatten diese Zeit sich zu erholen und aufzuladen. Doch am nächsten Tag nichts. Dabei handelte es sich um die original Akkus von Sony. Schon merkwürdig. Genau die gleichen Akkus hielten jedoch meistens bis zum Schluss, als ich mit meiner Alten brach, auch locker tagelang. Schon komisch, als ob die Kamera/Akkus zeitweise einfach keinen Bock hatten.

Das nächste Problem findet sich bei der Speicherkartenproblematik. Im Laufe der Nutzungszeit kam es hier immer wieder dazu, dass die SD-Karte entweder nicht mehr erkannt oder lesbar war. Das Kartenlesegerät war genauso eine Zicke wie alles an der Kamera. Im letzten Artikel erwähnte ich schon das Problem der A77Mark1 bei etwas Nebel. Das wirklich Interessante ist, dass Nebel mehr Probleme verursachte, als strömender Regen.

Am Ende der Beziehung mit der Sony-Kamera war die Frust so groß, dass ich begann gedanklich fremdzugehen.

Ich liebäugelte mit den jüngeren, etwas retro anmutenden Modellen aus der Alpha A7er, spiegellosen Ecke. Schlank, dynamisch, ohne spiegel und darüberhinaus sehr anziehend. Doch mit dem Hintergedanken, dass diese Kameras aus der gleichen Familie entstammen, dachte ich mir, nur weil sie vll. etwas besser sind, dafür deutlich teurer, werde ich mir nicht die in der DNA steckenden Zickerei antun.

Also schaute ich mich weiter um. Kameras aus der großen Canon Familie gefielen mir nicht. Sicher sind sie nicht schlecht, doch anmachen tun sich mich nicht. Sie könnte an der Strasse stehen und mir mit Ihrern Display zu zwinkern, selbst stundenweise würde ich sie nicht nutzen wollen.




So wanderten meine Blicke weiter und landeten immer wieder bei Nikon. Doch bevor ich mich für eine dieser attraktiven Mädels entschied, schaute ich auch Richtung Samsung und Panasonic.

Die Samsung NX1 ist schick, toll und hat eine sehr gute Performance. Doch Zukunftssicher ist die nicht. Es ist eher ein Produkt aus der reihe, einmaliges mit den Muskeln spielen, um zu zeigen was man kann. Panasonic oder auch Fuji gefielen mir nicht, auch wenn es sich um gute Hardware handelt.

Also schaute ich mir die Nikon Familie an und hatte hier schon ein Bauchgefühl. Zwar wusste ich noch nicht genau welche Kamera es werden sollte, jedoch war ich bereits dabei meine gesamte Sony-Ausrüstung zu verkaufen. Ende Oktober war es dann soweit, dass ich von Sony nicht mehr bei mir hatte und zwei Wochen später bestellte ich mir die Neue.



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Die Neue ist toll, bietet viel mehr Möglichkeiten, als die Alte. Auch zickt sie nicht so rum. Ich muss sie jedoch noch kennenlernen. All ihre Eigenheiten, Vorzüge und was sie nicht so mag. Es ist eine aufregende Zeit am Anfang einer neuen Beziehung. Jedoch kann ich hier wieder neue Kraft schöpfen, um frisch und mit Neugier an die Sache heranzutreten.

Meine neue ist die Nikon D7200.

Eine neue Leidenschaft beginnt zu brennen und ich werde Euch auf dem Laufendenhalten.

Gruß

Bernd